Mai 2026

Frozen Soul – No Place Of Warmth

Die Texas-Death Metaller Frozen Soul fühlen sich auch auf ihrem dritten Album pudelwohl in der Rolle als Bolt Thrower-Erben, werten ihren alles zermalmenden Death Metal aber durch manches Gimmick auf. So überzeugen nicht nur die Gastgesänge von Machine Heads Robb Flynn („Invoke War“), oder die Goblin-Giftschreie von My Chemical Romance-Frontmann Gerard Way im eröffnenden Titeltrack. Auch im Solomodus ist Frozen Soul-Fronter Chad Green ein Stimmmonster, das sich auf „No Place Of Warmth“ perfekt mit dem zermalmenden Riff- und Groove-Donnerwetter ergänzt. Dabei setzen Frozen Soul auf simple, aber nie primitive Songstrukturen, was zur Folge hat, dass Stücke wie „Skinned by the Wind“ oder das Sanguisugabogg-Feature „Dreadnought“ mit mörderischen Grooves und ebensolchen Gitarrenriffs einem das Fleisch von den Knochen ziehen, während sich der Bass in allen Stücken als bissfestes Bollwerk erweist. Das funktioniert auch in etwas gehobenerem Tempo bestens, wie Stücke der Marke „Eyes Of Despair“ oder der finale, stop-and-go-Hammerschlag „Killin‘ Time (Until it’s Time to Kill)“ beweisen. Der Sound passt derweil auf Albumlänge hervorragend zu dem (vordergründig) brachial-simplen Todesblei, das Frozen Soul hier servieren, womit „No Place Of Warmth“ als stilechte Death Metal-Walze alles richtig macht.

Dominik Maier

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